Meine Arbeitsweise

Wie läuft die Sattelanpassungsberatung ab?

Die Vorgehensweise ist sowohl beim Überprüfen des vorhandenen Sattels als auch beim Anbringen eines neuen Sattels die gleiche.

Eine Sattelberatung dauert etwa 1,5 Stunden und umfasst mehrere Schritte. Dabei werden Ihr Pferd, seine Körperstruktur und Bewegungsabläufe, die statische Passform des Sattels sowie die Interaktion zwischen Pferd, Sattel und Reiter in der Bewegung betrachtet. Reiter und Pferd erhalten während der Sattelberatung die volle Aufmerksamkeit und Zeit, die sie benötigen, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Bei der Überprüfung folge ich einem Protokoll, das auf den vorgegebenen Richtlinien von SMS, ESS und MSFC basiert. Dank meiner langjährigen Erfahrung in diesem Bereich kann ich anschließend beurteilen, ob die Passform für Pferd und Reiter optimal ist.

Wenn ich den Verdacht habe, dass ein Pferd körperliche Beschwerden hat, werde ich es immer zuerst an einen Tierarzt, Physiotherapeuten oder einen anderen Spezialisten überweisen.

Ich strebe nach der optimalen Dreifaltigkeit: Pferd – Sattel – Reiter, bei der Wohlbefinden und Leistung auf das höchstmögliche Niveau gesteigert werden können.

Schritte der Sattelanpassungsberatung:

Zunächst möchte ich Reiter und Pferd kennenlernen. Wir können dann über Probleme oder Auffälligkeiten im Verhalten Ihres Pferdes beim Satteln oder Training sprechen. Möglicherweise werden Probleme (teilweise) durch die Passform des aktuellen Sattels verursacht.

Mit den Informationen, die Sie als Besitzer und/oder Reiter bereitstellen, kann ich das Problem so genau wie möglich eingrenzen und eine Lösung finden. Dadurch erhalte ich auch einen Einblick in Ihre Sportart, Ihre Ziele und wie intensiv und auf welche Weise Sie Ihr Pferd trainieren.

Ich werde Ihr Pferd auf ebenem, hartem Untergrund gründlich untersuchen und dabei auch seine Körperstruktur berücksichtigen. Außerdem achte ich auf Faktoren, die die Sattelpassform beeinflussen könnten, wie z. B. ungleichmäßige Schulterpartie, Überbautheit, die natürliche Gurtlage oder einen hohen/niedrigen Widerrist.

Zusätzlich zur Beurteilung im Stehen achte ich auch darauf, wie sich Ihr Pferd an der Hand bewegt. Dies gibt Ihnen viel Aufschluss darüber, was unter dem Sattel je nach Sattelposition passieren könnte.

Ich prüfe den vorhandenen Sattel unter anderem auf Sicherheit, Symmetrie und Qualität. Anschließend überprüfe ich die Passform des Sattels auf dem stehenden Pferd. Stimmt die Passform? Stimmt die Länge? Ist der Sattel gut ausbalanciert? Und so weiter.

Ich beurteile die Passform des Sattels unter Berücksichtigung des Reitergewichts und in Bewegung. Dazu beobachte ich das Pferd in den drei Grundgangarten, sowohl links als auch rechts, und, falls es sich um einen Springsattel handelt, bei mehreren Sprüngen.

Ich achte sofort darauf, wie sich die Bewegungen des Pferdes auf die Position des Sattels und den Sitz des Reiters auswirken. Außerdem beobachte ich, wie die Haltung des Reiters die Bewegungen des Pferdes beeinflusst.

Nach dem Reiten bespreche ich die Ergebnisse aller Analysen mit Ihnen und berate Sie zu den nächsten Schritten, um Sattelpassform, Haltung und Sitz zu optimieren. Falls erforderlich oder gewünscht, kann dies in Zusammenarbeit mit einem Reitlehrer (oder Ihrem eigenen Reitlehrer), einem Physiotherapeuten und einem Osteopathen erfolgen.

Sollte die Beurteilung aller notwendigen Punkte ergeben, dass der Sattel weder für Ihr Pferd noch für Sie als Reiter geeignet ist, können wir anschließend Sättel anpassen und ausprobieren, die besser zu Ihnen, Ihrem Pferd und Ihren Zielen passen.

Wichtige Punkte während der Beratung:

  • Der Reiter muss anwesend sein, um reiten zu können. Das Pferd muss außerdem in einem guten Zustand sein, um geritten werden zu können und darf nicht lahm sein.
  • Während der Beratung muss die Sicherheit von Mensch und Pferd bestmöglich gewährleistet sein. Achten Sie auf potenzielle Gefahrenquellen, wie beispielsweise landwirtschaftliche Maschinen mit hervorstehenden Teilen.
  • Stellen Sie einen trockenen Arbeitsbereich (Pflegebereich) mit ebenem Boden zur Verfügung, in dem das Pferd gut beurteilt werden kann.
  • Bitte tragen Sie als Fahrer während der Beratung sicheres und geeignetes Schuhwerk.
  • Bei der Fahrkontrolle trägt der Fahrer eine Kappe/einen Helm und sicheres Schuhwerk.
  • Für den Reitteil muss eine ausreichend große Reithalle, ein Paddock oder eine Weide zur Verfügung stehen. Bei schlechtem Wetter oder unebenem Boden ist die Möglichkeit, in eine Reithalle auszuweichen, wünschenswert, damit die Veranstaltung dann stattfinden kann.
  • Für die Durchführung des Beratungsgesprächs ist ein gut beleuchteter Ort wichtig.
  • Daten zu Pferd, Reiter und Befunden werden zur Dokumentation und zum Vergleich mit zukünftigen Untersuchungen erfasst.